Faktenpapier Innenstadtstrecke: Änderungen TüBus-Netz

 (Quelle: Universitätsstadt Tübingen, Entwicklung TüBus-Netz im Umfeld der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb, Stand September 2018 (https://www.tuebingen.de/regionalstadtbahn))

 

Vorbemerkungen: Erläutert werden nur Änderungen, die für Fahrgäste aus Tübingen Nachteile mit sich bringen. Die Darstellung beruht auf der Annahme, dass die Innenstadtstrecke (ISS) bis WHO gebaut wird (sog. Mitfall 3). Auf die besonderen Auswirkungen, die sich beim Bau der ISS (zunächst) nur bis zur Morgenstelle ergeben (sog. Mitfall 2), wird ggf. hingewiesen.

 

Generell gilt: Mit Betriebsaufnahme der ISS wird die Betriebsleistung des Tü-Bus-Systems um etwa ein Drittel verringert. Das Netz wird ausgedünnt, der Takt wird reduziert.

 

Linie 2 (WHO – Sand – Hbf – Mühlbachäcker):

Taktreduzierung von 15 auf 30 Minuten (WHO - Hbf.)

Hauptbetroffen: Wohngebiet Sand

 

Linie 3 (WHO – Technologiepark – Hbf – Loretto – Feuerhägle - Gartenstadt)

Taktreduzierung von 15 auf 30 Minuten (Technologiepark - Hbf.).

Abschnitt WHO – Technologiepark entfällt.

Hauptbetroffen: Wohngebiete um Waldhäuser Straße

 

Abschnitt Hbf – Gartenstadt wird von Linie 7 übernommen.

Hauptbetroffen: Wohngebiete Gartenstadt / Derendingen (Feuerhägle) / Südstadt (Loretto),
deren umsteigefreie Verbindung zum Technologiepark und nach WHO entfällt.

 

Beispiel: MPI-Angestellte, die im Loretto wohnt, fährt heute umsteigefrei in 19 Minuten von der HSt. Loretto zur HSt. Max-Planck-Institute. Künftig Umstieg am Europaplatz / Hbf erforderlich.

 

Linie 4 (WHO – Schönblick – Hbf – Sternplatz – Wennfelder Garten)

Taktreduzierung von 15 auf 30 Minuten (WHO – Hbf).

Hauptbetroffen: Wohngebiete um Waldhäuser Straße / Schönblick / Winkelwiese

 

Linie 5 (WHO – Wanne – Kliniken – Hbf – Derendingen)

Abschnitt Hbf – Derendingen wird von Linie 8 übernommen.

Abschnitt WHO – Wanne – Kliniken Berg – Quenstedtstraße entfällt

Hauptbetroffen: Wohngebiete in Derendingen, deren umsteigefreie Verbindung zu den Kliniken und zur Morgenstelle entfällt. (RSB-Haltepunkt Derendingen für viele nicht in max. 5 Minuten erreichbar.)

 

Beispiel: CRONA-Pfleger, der im Feuerhägle wohnt, fährt heute umsteigefrei in 24 Minuten von der HSt. Feuerhägle zur HSt. Uni-Kliniken Berg. Künftig Umstieg am Hbf erforderlich.

 

 Im Mitfall 2 (ISS nur bis Morgenstelle) ist zudem das Wohngebiet Wanne besonders betroffen, für das die Linie 5 derzeit eine praktisch ganztägige, direkte und eng getaktete Verbindung zum Hbf darstellt. Der Lückenschluss erfolgt durch eine Verlängerung der Linie 2 von WHO bis zu den Kliniken Berg. Dort oder auf der Morgenstelle ist dann der Umstieg vom Bus auf die Stadtbahn (bzw. umgekehrt) erforderlich. Die Linie 17 (künftig Linie 13) stellt keine ausreichende Alternative dar, da sie abends und sonntags nicht in Betrieb ist. Die Fahrt mit der Linie 2 über WHO und Sand zum Hbf dauert ca. 5 Minuten länger.

 

Beispiel: Familie, die im Beethovenweg wohnt, will am Sonntag in die Wilhelma fahren. Mit der Linie 5 erreicht sie heute umsteigefrei in 17 Minuten den Hbf. Künftig (Mitfall 2) muss sie zunächst die Linie 2 nehmen und zwischen Morgenstelle und Kliniken Berg in die RSB wechseln. Oder sie nimmt die Linie 2 in die Gegenrichtung und erreicht – ebenfalls umsteigefrei – in 23 Minuten den Hbf.

 

Linie 18 (Hirschau – Hbf – Parkhaus König – Kliniken Berg – Hagelloch)

Ab Neue Aula neue Linienführung: Kliniken Tal – Calwer Straße – Charlottenstraße – Stöcklestraße – Herrenberger Straße – Hagellocher Weg – Ebenhalde – Kliniken Berg.

Hauptbetroffen: Hirschau, dessen umsteigefreie Verbindung zu den Kliniken Berg zwar erhalten bleibt, aber um ca. 10 Minuten länger dauert. Alternative: Am Hbf Umstieg auf RSS

 

Linie 19 (Bühl – Kilchberg – Weilheim – Hbf – Parkhaus König – Kliniken Berg)

Linie wird eingestellt. Stattdessen Zubringerlinie 19A von Kilchberg Siemens über Kilchberg Rathaus und Weilheim Rathaus zum RSB-Haltepunkt Weilheim.

Hauptbetroffen: Weilheim, z. T. auch Kilchberg, die ihre umsteigefreie Verbindung (ca. 25 Minuten) zu den Kliniken Berg verlieren.

 

Fazit

Der Bau der Innenstadtstrecke geht für viele Tübinger Bürgerinnen und Bürger mit einer deutlichen Verschlechterung der innerstädtischen Verkehrsverbindungen einher. Punktuelle Verbesserungen (hier nicht weiter dargestellt) fallen demgegenüber kaum ins Gewicht.

Kontakt

BI NEIN zur Tübinger ISS

c/0 Thomas Helle

Vor dem Kreuzberg 17

72070 Tübingen

 

Fon 0163 77 55 922

info@neinzurstadtbahn.de

Oder:

 Treuhandkonto: NEIN zur Tübinger Innenstadtstrecke

IBAN DE31 6415 0020 0004 3979 53

bei der Kreissparkasse Tübingen

 Verwendungszweck: NEIN zur Stadtbahn

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